Aufgabe A - HTL Villach Live Image
- VirtualBox: Installation und Grundkonfiguration
- Anlegen einer VM für das HTL Villach Debian Live Image
- Persistenten Speicher für Live-Systeme einrichten (Label persistence +
persistence.conf) - Start, Betrieb und typische Fehlerbilder
- Prüfen & Sicherstellen einer stabilen Übungs-/Prüfungsumgebung
Aufgaben
Abschnitt betitelt „Aufgaben“1. Einführung: Was ist das HTL Villach Live Image und wozu dient es?
Abschnitt betitelt „1. Einführung: Was ist das HTL Villach Live Image und wozu dient es?“Ein Live-Image ist ein startfähiges Betriebssystem, das direkt von einem ISO/Datenträger in den Arbeitsspeicher geladen wird und ohne klassische Installation läuft. Änderungen am System gehen nach einem Neustart verloren - außer es ist Persistenz eingerichtet. Das HTL Villach Debian Live Image liefert eine einheitlich vorkonfigurierte Lern- und Prüfungsumgebung: gleiche Tool-Versionen, klar definierte Defaults, schnelle Wiederherstellung (einfach neu booten) und weniger “Komisch! Es funktioniert bei mir anders!”-Effekte. So wird Unterricht reproduzierbar und fair. Eingesetzt wird es vor allem in Programmieren, Softwareentwicklung/Web, Informationssysteme und Datenbanken sowie in Projekten, in denen ein stabiler Linux-Arbeitsplatz mit gängigen Editoren, CLI-Werkzeugen und Netzwerk/DB-Clients benötigt wird.
Dieses Live Image kann auch zu Tests und zur sRDP zum Einsatz kommen! Dann allerdings als Netzwerkboot System oder auf einem USB Stick und ohne Persistenz.
Der Lehrkörper der HTL Villach ist bemüht, Probleme innerhalb des HTL Villach Live Systems zu lösen.
2. VM erstellen & Live Image starten
Abschnitt betitelt „2. VM erstellen & Live Image starten“Operator: Konstruieren
Ziel: Eine lauffähige VirtualBox-VM für das HTL Villach Debian Live Image mit persistenter Datenablage.
a) Vorbereitungen
Abschnitt betitelt „a) Vorbereitungen“- VirtualBox installieren (aktuelle Version für Ihr Host-OS): https://www.virtualbox.org/.
- HTL Villach Live Image (ISO) herunterladen: http://amaraga.htl-vil.local/live-images/img-web/curr/img.iso (ACHTUNG: Link funktioniert im HTL NETZ).
- Zusätzlich ein Debian Live ISO: https://www.debian.org/distrib/ (oder ein anderes Live-System mit gparted) herunterladen, um den persistenten Datenträger einmalig vorzubereiten.
Hinweis: Das Live-System dient als Werkzeug, um die virtuelle Festplatte zu partitionieren/formatieren.
b) VM anlegen
Abschnitt betitelt „b) VM anlegen“- Neue VM anlegen, Name z. B.
HTL-Villach-Live. - Typ Linux, Version Debian (64-bit).
- Arbeitsspeicher: 8192 MB (8 GiB), kann auch geringer sein, bsp.: 4096 MB, 2048 MB.
- CPU: 4 Cores, kann auch geringer sein, bsp.: 2 Cores (1 Core ist vermutlich zu wenig).
- Festplatte: neue virtuelle Platte (VDI, dynamisch), Größe 40 GB (20-40 GB sind ok).
- Netzwerk: NAT (standard) für Internetzugang; Bridged nur wenn ausdrücklich verlangt.
- System: EFI optional; 3D-Beschleunigung bei Bedarf.
c) Persistenten Speicher einrichten (einmalig)
Abschnitt betitelt „c) Persistenten Speicher einrichten (einmalig)“Ziel: Eine ext4-Partition auf der virtuellen Platte mit Label
persistenceanlegen und einepersistence.confmit Inhalt/ unionerstellen - damit Daten in der Live-Umgebung dauerhaft gespeichert werden.
-
Mounten Sie das Debian Live ISO an die VM und booten Sie davon.
-
Installieren/öffnen Sie gparted (falls noch nicht vorhanden).
-
Erstellen Sie eine Partitionstabelle (empfohlen: GPT) auf der virtuellen Platte.
-
Legen Sie eine neue Partition an:
- Typ: ext4
- Label:
persistence - Größe: frei wählbar (z. B. die ganze Platte)
-
Mounten Sie die Partition (z. B. nach
/mnt/persistence). -
Erstellen Sie eine Datei
/mnt/persistence/persistence.confmit folgendem Inhalt:
/ union- Unmounten Sie die Partition, fahren Sie Debian Live herunter und entfernen Sie das Debian-ISO aus dem Laufwerk.
Alternativ (CLI):
sudo mkfs.ext4 -L persistence /dev/sdX1sudo mkdir -p /mnt/persistence && sudo mount /dev/sdX1 /mnt/persistenceecho "/ union" | sudo tee /mnt/persistence/persistence.confsudo umount /mnt/persistenced) HTL-Live booten & Persistenz prüfen
Abschnitt betitelt „d) HTL-Live booten & Persistenz prüfen“-
Weisen Sie der VM das HTL Villach Live ISO zu und booten Sie.
-
Melden Sie sich an und testen Sie die Persistenz:
- Erstellen Sie z. B. einen Ordner
~/PERSISTENZTESTund eine Datei darin. - Neustart - prüfen Sie, ob Ordner/Datei noch vorhanden sind.
- Erstellen Sie z. B. einen Ordner
3. Typische Fehlerbilder & Bewertung der Maßnahmen
Abschnitt betitelt „3. Typische Fehlerbilder & Bewertung der Maßnahmen“Operator: Bewerten
Beurteilen Sie die folgenden Szenarien und geben Sie jeweils wahrscheinliche Ursache und konkrete Abhilfe an:
-
Daten nach Neustart verschwunden
- Mögliche Ursachen: falsches Label (nicht exakt
persistence), fehlende/fehlerhaftepersistence.conf, Partition nichtext4, Partition nicht gefunden/gemountet. - Abhilfe: Label korrigieren,
persistence.confmit Inhalt/ unionanlegen, Dateisystem prüfen, Mount prüfen (lsblk,mount).
- Mögliche Ursachen: falsches Label (nicht exakt
-
Sehr langsame VM/GUI
- Ursachen: zu wenig RAM/CPU, zu kleine/vollgelaufene Platte, deaktivierte 3D-Beschleunigung.
- Abhilfe: RAM (→ 8 GiB), CPU-Kerne (→ 4) erhöhen, Plattengröße anpassen/aufräumen, 3D aktivieren wenn sinnvoll.
-
Kein Netzwerk in der VM
- Ursachen: falsch konfigurierter Adapter, Bridged blockiert, DHCP im Netz nicht erreichbar.
- Abhilfe: NAT aktivieren/testen, bridged nur bei Bedarf, Netzwerkdienst neu starten.
-
Boot-Fehler / schwarzer Bildschirm
- Ursachen: falscher ISO-Eintrag, UEFI/BIOS-Mismatch, beschädigtes ISO.
- Abhilfe: ISO neu zuordnen, ggf. EFI umschalten, ISO-Checksumme prüfen, VM neu anlegen.
(Keine Abgabe)
Abschnitt betitelt „(Keine Abgabe)“Diese Übung dient als Arbeitsunterlage - keine Abgabe erforderlich.
HTL Villach, 2025-2026,
https://www.htl-villach.at